Wie alles begann

Es begann alles im Jahr 1974.

Steffi Graf wurde 5 Jahre und Boris Becker 7 Jahre alt. Beide machten ihre ersten Schritte auf dem Tennisplatz.

Von der Tenniswelle, die die beiden in den 80 er Jahren auslösen werden war noch nichts zu spüren.

Tennis hatte noch den Ruf des Elitären und wurde auf dem Dorf kaum gespielt.

Dennoch gab es in Heinsheim schon einige Begeisterte, die von dem Tennisbazillus

befallen waren. Sie spielten in Urlaubshotels oder als Gäste in umliegenden Tennisclubs.

Langsam reifte der Gedanke:“ Das muss doch auch in Heinsheim möglich sein“


Doch die Probleme und Hindernisse waren riesengroß und es stellten sich viele Fragen:

  -      Gründet man einen eigenständigen Tennisclub oder eine Abteilung im TSV?

-          Wie kann man die Finanzierung stemmen? Zuschüsse waren Mangelware.

-          Die Standortfrage war ein weiteres Problem.

Nach vielen Diskussionen entschloß man sich schließlich eine Abteilung des TSV zu       werden und die Nähe zur Turnhalle zu suchen.

Die vielen Vorbehalte in der Heinsheimer Bevölkerung bauten sich nur langsam ab.

 

Im März 1975 war es dann endlich soweit. Die Gründungsversammlung der Tennisabteilung fand im legendären Cafe Erika statt.

Die Gründungsmitglieder waren Hermann Klein, Werner Lang, Armin Hartmann, Josef Frank, Erwin Müller, Werner Schädler, Reinfried Strassner, Philipp von Racknitz, Gerhard Bauer, Norbert Lang u ?,

fast alles noch aktive oder ehemalige Fußballspieler aus Heinsheim.

 

Zum 24.03.1975 traten die ersten Mitglieder der Tennisabteilung bei, einige davon hatten schon in umliegenden Tennisclubs gespielt.

Unter dem ersten Abteilungsleiter Erwin Müller, der nicht nur tatkräftig voran ging, sondern auch Maschinen und Werkzeuge zur Verfügung stellte wurde mit dem Bau der ersten beiden Tennisplätze begonnen.

Die Mitglieder der Tennisabteilung, inzwischen auf ca. 50 angewachsen, leisteten körperliche und finanzielle Schwerstarbeit. Die Aufnahmegebühr betrug immerhin 500 DM.

Um so größer war nach Fertigstellung der Tennisplätze die Begeisterung auf dem Tennisplatz. Spieleifer und Geselligkeit waren groß geschrieben.

 

1977 war es dann soweit. Die Heinsheimer Tennisabteilung meldete ihre erste Herrenmannschaft zu den Medenspielen. Zu Saisonbeginn waren jedoch die Plätze noch nicht fertig,

so dass die ersten beiden Spiele gleich verschoben werden mußten.

Am 15.05.1977 war das erste Punktspiel der Herrenmannschaft in Kirchhardt.

Die Mannschaft trat in folgender Besetzung an: Hans Herwerth, Hajo Treder, Hermann Klein, Jürgen Weimar, Hans-Peter Plitz, Werner Schädler, Achim Zeller.

Am 22.05.1977 war das erste Heimspiel auf der Tennisanlage und ab  dem 23.05 1977 wurden die Plätze endlich für den allgemeinen Spielbetrieb freigegeben.

 

Der Trainingsbetrieb wurde begonnen mit Hans Herwerth und Hermann Klein als Trainer der Erwachsenen und Martina Litterer als Trainerin der Kinder.

 

Vom 10.-18.09.1977 wurden die ersten Clubmeisterschaften ausgetragen.

 

Im April 1978 kaufte die Abteilungsleitung für 160 DM eine alte Bretterhütte, die als Clubhaus diente. Bis dahin hatte man nur eine Bretterwand als Windschutz. Am 06.05.78 wurde die Hütte aufgestellt und am 23.05.78 kam das erste große Hochwasser. Die Hütte wurde mit langen Seilen an den Pappeln beim Fußballplatz angebunden und konnte so vor dem Wegschwimmen gerettet werden. Die Tennisplätze standen am nächsten Tag 50 cm unter Wasser. Nach dem Hochwasser stand zwar die Hütte, die Plätze waren ruiniert und der Zaun war eingedrückt. Viele Helfer mussten die Plätze von Schlamm und Geröll befreien um sie wieder bespielbar zu machen.

 

Die offizielle Einweihungsfeier der Tennisplätze fand am 12/13.08.1978 statt. Am 20.08.1978 wurde das erste Damenfreundschaftsspiel gegen Stein am Kocher ausgetragen.

 

1979 schaffte die Herrenmannschaft bereits den  1. Aufstieg in die nächste Klasse.

Im gleichen Jahr ereilte unsere Bretterhütte ein schweres Schicksal.

Eine Sturm zog seine Spuren durch das Neckartal und erwischte unsere Hütte. Diese wurde angehoben, in der Luft in alle Einzelteile zerlegt und in den Neckar geworfen. Auf dem betonierten Sockel blieb nur der mit Getränken gefüllte Kühlschrank zurück.

 

Dies war gleichzeitig der Startschuss für den Bau unseres Tennisheims.

 

Wieder waren viele Hürden zu überwinden, um den Bau des Tennisheims voran zu treiben.

Die Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit beim Verhandeln mit den Behörden hatte sich gelohnt

1981 war das Tennisheim fertiggestellt. Der damalige Abteilungsleiter Werner Schädler dankte in einer Ausschusssitzung der Abteilung Tennis den zahlreichen Helfern insbesondere galt sein Dank dem damaligen 1. Vorsitzenden des TSV Heinsheim, Erwin Müller und Hermann Klein, die mit großem Einsatz und vorbildlicher Arbeit zum Gelingen des Baus beigetragen haben.

Endlich hatte man eine fest gemauerte Gerätehütte, die aber auch als Raum für Festivitäten genutzt werden konnte. Später wurden dann noch eine Küchenzeile und ein Tresen eingebaut.

 

In den Jahren 1982 und 1983 konnte der Bau eines 3. Tennisplatzes verwirklicht werden.

Die Einweihung erfolgte am 10.09.1983. Endlich konnte man dem großen Ansturm auf der Tennisanlage gerecht werden.

Im gleichen Jahr wurde die erste Damenmannschaft gemeldet.

Eine zweite Herrenmannschaft folgte im Jahr 1992, Juniorinnen im Jahr 1993, Herren 40 im Jahr 1995 und Junioren im Jahr 1996.

 

Immer wieder hatte man mit dem Hochwasser zu kämpfen. In den Jahren 1990, 1993 und 1994 stand das Wasser bis zur Tennishütte. Besonders verheerend waren die Schäden bei dem Hochwasser im Jahr 1993. Immer wieder war der Einsatz der Tennismitglieder gefragt, die Tennisplätze wieder bespielbar zu machen.

 

Im Jahr 2000 konnte die Abteilung Tennis des TSV Heinsheim bereits ihr 25 jähriges Jubiläum feiern. Passend zum Jubiläumsjahr hatten die Herren 1, die Herren 2 und die Damenmannschaft den Aufstieg in die nächste Klasse geschafft und somit einen weiteren Grund zum Feiern geboten.

 

In den Jahren 2002 und 2003 waren wieder Baumaßnahmen auf der Tennisanlage angesagt. Wieder waren viele Widerstände zu überwinden, vor allem seitens des Wasserwirtschaftsamtes und der Baurechtsbehörde. Aber schließlich konnte man sich auf eine Lösung einigen, nämlich die Tennishütte aufzustocken.

Ein lang gehegter Wunsch der Tennismitglieder konnte in die Tat umgesetzt werden, endlich wurden im Erdgeschoß Toiletten und eine Umkleidekabine gebaut werden, während im oberen Stock ein heller luftiger Gastraum entstand. Der Einbau einer Küche, eines Tresen und eine modernen Bestuhlung machten die Sache perfekt.

Bei den Bauarbeiten ging der Abteilungsleiter Manfred Konrad mit fachlicher Kompetenz und viel Beharrlichkeit voran und viele fleißige Helfer folgten ihm.

Mehr als 2.000 freiwillige Arbeitsstunden mussten abgeleistet werden, um das Tennisheim wie es heute dasteht zu vollenden. Während die Männer fleißig beim Ausbau anpackten waren die Frauen für das leibliche Wohl verantwortlich.

Bei einem „Tag der offenen Tür“ am 20.07.2003 mit Sommerfest konnte die Heinsheimer Bevölkerung den gelungenen Umbau begutachten und mit den Tennismitgliedern die Einweihung des Tennisheims feiern.

Seit 2004 wird jedes Jahr fleißig an der Verschönerung der Außenanlagen gearbeitet. Eine Boule-Bahn, Umrandungen der Tennisplätze, Wege und neue Zäune sind nur Beispiele der vielen Erneuerungen.

 

Der Sportbetrieb hat stetig zugenommen. So wurden im Jahr 2010 folgende Mannschaften zu den Medenspielen gemeldet:

 

Herren, 2. Bezirksklasse

Herren 30, 2. Bezirksliga

Herren 55, 2. Bezirksliga

Damen, 1. Kreisklasse

Damen 40, 1. Bezirksklasse

Junioren U 18, 1. Bezirksklasse

Junioren U 16, 1. Bezirksklasse

 

 
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